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Weltenbaum Yggdrasil

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Ein keltischer Lebensbaum breitet seine Zweige über das weite Gewölbe des Himmels und die Erde. Sein Wurzelwerk weitet sich nach drei Seiten hin aus – aus jeder der drei Seiten entspringt eine Quelle.

Jeweils eine Welt liegt unterhalb der drei Wurzeln: So sind Midgard, der Wohnort der Menschen in der Weltenmitte, Utgard, die von Riesen und Trollen bevölkerte Außenwelt sowie das eisige Niflheim miteinander verwoben. Über die Regenbogenbrücke Bifröst ist der Wohnort des Göttergeschlechts Asgard mit Midgard verbunden.

Das Blattwerk des keltischen Lebensbaums ist immergrün – ein Symbol für das Leben und die Fruchtbarkeit. In der Ragnarök, der Sage vom Weltuntergang, wird vom einseitigen Welken der Blätter des Baums des Lebens berichtet. Dies gilt in der Mythologie als bedrohliches Anzeichen für die beginnende Götterdämmerung und den bevorstehenden Weltuntergang.

Unterhalb seiner mächtigen Wurzeln befinden sich nicht nur die verschiedenen Welten Midgard, Utgard und Niflheim. Im Schatten des keltischer Lebensbaums liegen auch die Behausungen verschiedener Tierarten: Das Eichhörnchen Ratatöskr eilt als Bote zwischen der Spitze und den Wurzeln unentwegt hin und her. Es vermittelt Informationen zwischen verschiedenen Tieren, dabei schürt Ratatöskr einen fortschreitenden und andauernden Zwist zwischen den Tiergruppen – ein Symbol für die immer wieder ausbrechenden Konflikte auf der Welt.

 

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Baum des Lebens keltisch: In seinen Wurzeln lebt auch der Drache Nidhöggr mit den Schlangen Moinn und Goinn

Seiner altnordischen Namensherkunft nach heißt Níðhǫggr „der hasserfüllt Schlagende“. Denn der schlangenartige Drache ist damit beschäftigt, die Toten zu peinigen. Außerdem schädigt er die Wurzeln des keltischer Lebensbaums. Nidhöggr ist einer der Hauptempfänger der Botschaften des durchtriebenen Ratatöskr, die es vom Adler im Wipfel des Lebensbaums übermittelt. Ratatöskr nutzt den bohrenden Hass und den ausgeprägten Neid des Drachen aus, um Konflikte zwischen ihm und dem Adler, zwischen „Oben und Unten“, permanent zu befeuern.

Der Name des Adlers ist nicht überliefert – zuweilen wird er Hræsvelgr genannt. Hræsvelgr ist nach der nordischen Mythologie ein Riese in Adlergestalt, der mit seinen Schwingen die verschieden starken Winde entfacht. Allgemein gilt: Der Adler beobachtet die Welt und zwischen seinen Augen lebt ein Habicht, der das Wetter macht.

Es weiden sich vier Hirsche an den grünen Zweigen des keltischen Lebensbaums: Dwalin, Dain, Durathror und Duneyr ernähren sich von Yggdrasils Knospen und Blättern. Mythologisch werden sie gedeutet als Repräsentanten der vier Himmelsrichtungen oder der vier Jahreszeiten, also für das Werden und Vergehen und wieder neu Entstehen in der Natur. Beim Fressen der vier Hirsche werden den Knospen die Bedeutung Stunden, den Blüten die Bedeutung Tage und abgeästen Zweigen die Bedeutung Jahreszeiten zugeordnet.

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die drei Nornen

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Die weiße Göttin steht für die Unschuld, die Jugendlichkeit, den Frühling.

Die rote Göttin steht für die Fruchtbarkeit, die Sinnlichkeit, die Mutterschaft.

Die schwarze Göttin steht für die Weisheit, das Alter, die Sterblichkeit.

 

Drei Schicksalsfrauen werden mit Namen genannt: Sie heißen Urd (Schicksal), Verdandi (das Werdende) und Skuld (Schuld; das, was sein soll). Ihre Namen gelten als nordische Entsprechungen gängiger mittelalterlicher Vorstellungskonzepte der Zeit in Form von Personifikationen der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Auch wenn ihre Namen jung sind, scheinen sie auf eine alte germanische Vorstellung einer namenlosen Dreiheit von Schicksalsfrauen zurückzugehen.

Nach der Völuspá wohnen sie an der Wurzel der Weltenesche Yggdrasil an der Urdquelle, der Quelle des Schicksals, nach der die Norne Urd benannt ist. Sie lenken die Geschicke der Menschen und Götter.

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Cernunnos – Der Hirschgott

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Cernunnos – Der Hirschgott

Der keltische Naturgott Cernunnos (gesprochen Kernunnos) wurde bereits in der Steinzeit als Naturgott verehrt. In der keltischen Sprache bedeutet Cernunnos soviel wie: „der Gehörnte“.

Sein späterer germanischer, in diesem Zusammenhang weniger bekannte Namen, ist Freyr.

Er gilt als Herr der Tiere und als Begleiter der großen Erdgöttin. Er wird als Gott der Natur, des Waldes, der schöpferischen Naturkräfte, der Fruchtbarkeit, der Zeugungskraft, des Wachstums, der Reinkarnation, der Kreuzwege, der Krieger aber auch als Gott der Liebe und als Gott des Wohlstandes und Reichtums bezeichnet. Er fördert Lebenskraft und Fruchtbarkeit und verkörpert die Heiligkeit der freien Natur, die Freiheit der Wildnis und eine Freiheit des Mensches als Teil dieser wilden Natur.

Er steht für eine bereits bei den paganen Gottesvorstellungen vorhandene Dreiheit – hier: Naturglaube, Schutz und Ernährung. Drei Begriffe, die im Heidentum von jedem Mann – je nach persönlichen Vorlieben – verschieden stark zu verwirklichen sind und immer zusammengehören. Ein wahrer Mann hat danach nicht nur geistig-religiös, nicht nur als Krieger oder nicht nur als Ernährer tätig zu sein, sondern er hat alle drei Anforderungen zu erfüllen: Er hat seine Familie zu ernähren, er hat sie zu schützen und er hat sich geistig weiter zu entwickeln. Alles andere bedeutet ein wertvolles Leben nur zu vergeuden und der Natur zu schaden. Nur Väter sind nach diesen paganen Glaubensgesetzen ganze Männer. (Anmerkung: Wobei dies natürlich auch heute einen gewissen nicht zu leugnenden Wahrheitsgehalt hat.)

Cernunnos trägt oft auch die Namen: Cernowain, Cernenus, Herne, Esus, Großer Vater, der Gehörnte oder der Jäger. Pan, Dionysos, Satyr, Freyr.

Die Druiden nannten ihn Hu-Gadarn. Ein Hirsch (ein Gehörnter) gilt in vielen Kulturkreisen der Erde als Vertreter von Sonne und Licht auf der Erde – als Lichtbringer.

Freyr / Cernunnos wird oft als bärtiger Mann mit langen Haaren und zwei Hörnern oder einem Geweih auf dem Kopf dargestellt. Die berühmteste Abbildung des Gottes dürfte die auf dem „Kessel von Gundestrup“ sein. Der Kessel wurde 1891 in Nordjütland / Dänemark gefunden und stammt aus dem 1. oder 2 Jahrhundert vor Null. Die Abbildung darauf zeigt den Gehörnten in einer Gruppe von Tieren sitzend. Einem Hirsch rechts, und einem Wolf links von ihm kommen besondere Bedeutung zu. Er sitzt trennend, zwischen diesen beiden Tieren, die für das Leben (Hirsch) und für Tod und Vernichtung (Wolf) stehen. Wenn er könnte würde der Wolf den Hirsch zerreißen. Freyr / Cernunnos zwischen den beiden Tieren bildet einen Ausgleich und somit ein Gleichgewicht zwischen Leben und Tod.

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Thuje – Weltkugel mit superschöner Maserung

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Die Welt ist für uns alle da. Egal ob Ameise (ja auch die lästigen die in meiner Küche herumkrabbeln), Stechmücken (frischgeschlüpft wuseln sie schon in der Luft herum, das heissst wohl dass die kalte Jahreszeit endlich vorüber ist), Baumflechte oder Mensch – uns allen gehört sie, die wunderschöne blaue Perle. Perfekt bemessen schwingt sie sich elegant durchs Nichts – wo Materie und Antimaterie sich guten Tag sagen – irgendwo dazwischen schweben wir kleinen Seelchen herum, getragen von der Unendlichkeit.

Vielleicht ist das dem ein oder anderen Leser zu lyrisch abgedreht – aber in einem sind wir uns wohl alle einig – die Welt ist der Hammer – genial funktionial und wunderschön zugleich.

He Mama Erde schau amoi, schau schau! I hob die porträtiert – auf a Ahornkugel drauf!

Lebensrad

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zum 60.Geburtstag bekommt mein Papa heute diesen Teller. Alle wichtigen Staionen seines bisherigen Lebens sind schon eingetragen. In den äußeren Ringen gibt es noh genug platz für all die kommenden Abenteuer!!

lebensspirale

dazu passt mein Lieblingsgedicht von Rilke:

 

Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen,

die sich über die Dinge ziehn.

Ich werde den letzten wohl nicht vollbringen,

aber versuchen will ich ihn.

Ich kreise um Gott,

den  uralten Turm,

und ich kreise jahrtausendelang.

Und ich weiß noch nicht-

bin ich Falke, Sturm,

oder ein großer Gesang?